Drei Fragen an …

Drei Fragen an... Erik Lesser


… Erik Lesser, Biathlet aus Thüringen


AWO Thüringen:
Lieber Herr Lesser, erst einmal ganz allgemein gefragt: Was wäre der Sport ohne das Ehrenamt?

Erik Lesser: Der gesamte Sport würde ohne Ehrenamt nicht funktionieren. Vom „ehrenamtlichen“ Einsatz der Eltern über die Vereinstrainer und Funktionäre ist das Ehrenamt ein entscheidender Faktor, dass Kinder und Erwachsene Sport treiben.


AWO Thüringen:
Sie sind im A-Kader der deutschen Biathlonmannschaft und haben in den vergangenen Jahren große internationale Erfolge feiern können, z.B. Olympia-Silber 2014 im Einzelrennen und den WM-Titel im Verfolgungsrennen 2015. Dadurch können Sie auf zahlreiche Sponsoren und Förderungen verweisen. Sie engagieren sich aber auch für die finanzielle Unterstützung von anderen Sportlern, z.B. durch die Deutsche Sporthilfe. Warum ist Leistungssport, finanziell gesehen, anscheinend oft immer noch eine Art Ehrenamt?

Erik Lesser: Der Leistungssport beginnt ja weit vor den öffentlichen Erfolgen und auch hier benötigt man wieder das Ehrenamt. Aber auch die vielen Helfer, die es beispielsweise möglich machen, einen Weltcup in Oberhof durchzuführen, sind ehrenamtlich.


AWO Thüringen:
Sie sind nach wie vor Mitglied im Skiverein Eintracht Frankenhain und leben in Oberhof, wenn Sie nicht gerade sportlich unterwegs sind. Wie wichtig ist Ihnen das Engagement für Ihre Thüringer Heimat?

Erik Lesser: Ohne Zweifel sehr wichtig. Ich fühle mich hier sehr wohl und bin fest verankert. Gerne komme ich immer wieder zu den Veranstaltungen meines Heimatvereins und helfe. Aber natürlich kann ich nicht überall hingehen. 


Vielen Dank für das Gespräch und herzlichen Glückwunsch zur Bronzemedaille im olympischen Staffelrennen!


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