#awogegenrassimus - AWO für Vielfalt

AWO gegen Rassismus

Fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen finden in den letzten Jahren immer mehr den Weg in die Öffentlichkeit. Die Hürden, sich rassistisch zu äußern, sinken vor allem in den sozialen Netzwerken schnell.

Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 12. bis zum 25. März ruft der AWO Bundesverband daher auch in diesem Jahr zu einer Foto-Aktion auf. AWO-Mitglieder und -Mitarbeiter aus ganz Deutschland zeigen offen Gesicht gegen menschenverachtende und rassistische Einstellungen. Unter dem Hashtag #awogegenrassismus bekennen sie sich in den sozialen Netzwerken zu demokratischen Werten und gegen Rassismus. Auf der Fotoplattform flickr entsteht ein Album dazu. Hier werden aber natürlich auch Fotos von anderen Aktionen rund um die Themenwochen gesammelt.

Weitere Informationen zur Internationalen Woche gegen Rassismus und zu den AWO-Aktionen bundesweit gibt es hier. Auf dem Kampagnen-Blog des Bundesverbandes können außerdem Plakate für die Foto-Aktion ganz einfach und kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden.

AWO gegen Rassismus - auch in Thüringen

Was passiert rund um die Themenwoche bei der AWO Thüringen? - Eine Menge! Das Projekt "ZukunftsChancen" des AWO-Landesverbandes hat bis zu 500 Euro für Projekte bereitgestellt, die sich mit den Themen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Demokratie und Integration auseinander gesetzt haben.

Radio F.R.E.I. war mit einem Workshop zu Gast in der Begegnungsstätte.

Radio-Café in Erfurt

Am 13. März waren Andreas und Josh vom Erfurter Radio F.R.E.I. mit einem Workshop zu Gast in der AWO-Begegnungsstätte "Heckenrose". Passend zu den Aktionswochen ging es um rassismuskritische Sprache. Warum heißt es z.B. „weiß wie die Unschuld“, aber „schwarzfahren“?

Nach einem kleinen Einführungsvortrag konnten sich die Teilnehmer mit der Aufnahmetechnik ausprobieren und sich gegenseitig über ihre eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung interviewen, z.B. die Benachteiligung älterer Menschen im Stadtverkehr. Es wurde sehr lebhaft diskutiert und schnell war klar, dass jeder der Teilnehmer schon Diskriminierung erlebt hat.

Willkommen in der AWO Kita "Hanseviertel"

Willkommen...

... ist in der AWO Kita "Hanseviertel" in Erfurt jedes Kind. Das macht nun auch ein Wandtattoo im Eingangsbereich der Kita deutlich, das den Willkommensgruß in über 15 Sprachen zum Ausdruck bringt. Die Einrichtung wird von Kindern besucht, deren Familien aus den verschiedensten Herkunftsländern stammen. Übrigens: Die Kita beteiligt sich am Bundesprogramm "Sprach-Kitas - Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist". Eine zusätzliche Erzieherin kümmert sich dabei hauptsächlich um die sprachliche Entwicklung der Kinder. Und davon profitieren vor allem auch die Kids, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Budor Alschareib und Ruth Voigt

Einfach mal Danke sagen

Ruth Voigt wohnt in der AWO Seniorenresidenz "Marktkarree" in Gera und ist dort als Frauenbeauftragte im Bewohnerbeirat aktiv. Den Weltfrauentag am 8. März hat sie genutzt, um Danke zu sagen - und zwar zu Budor Alschareib. Die Syrerin ist ehrenamtlich in der Seniorenresidenz aktiv und sehr beliebt bei den Bewohnern.

Plakataktion in Meuselwitz

Die Bewohner und Mitarbeiter der AWO Seniorenwohngemeinschaften in Meuselwitz haben sich an der Plakataktion des Bundesverbandes beteiligt. Auch die Einrichtungsleiterin Dagmar Lukas und der AWO-Regionalleiter im Altenburger Land Lutz Dittel waren mit dabei.

AWO gegen Rassismus in Meuselwitz
AWO gegen Rassismus in Friedrichroda

Aktionstag in Friedrichroda

Die Mieter des AWO Wohnquartiers "Lindenhof" in Friedrichroda haben einen ganzen Thementag "AWO gegen Rassismus" gestaltet. An Ballons stiegen selbstgebastelte Flaggen von Ländern aus allen Erdteilen in den Himmel. Außerdem haben sie sich an der Plakataktion des Bundesverbandes beteiligt und gemeinsam niedergeschrieben, warum Rassismus keinen Platz in der Gesellschaft haben darf. Viele Senioren haben selbst Fluchterfahrungen und sich untereinander darüber ausgetauscht. Es wurden sogar Lieder aus der alten Heimat angestimmt. Das Mittagsmenü war passend zum Tagesmotto international gestaltet. Der kreative wie leckere, nachdenkliche wie gesellige Aktionstag wird den "Lindenhof"-Bewohnern lange in Erinnerung bleiben und soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

Plakataktion in Friedrichroda
Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsunterkunft Wipperdorf

Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsunterkunft Wipperdorf

Der AWO Kreisverband Nordhausen betreibt in Wipperdorf eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. „Als die GU 2015 hier in der Grundschule eröffnet wurde, war der Widerstand der Dorfbewohner groß“, erinnert sich Erich Töpfer, Leiter der Unterkunft. „Doch durch die offene Arbeit der AWO-Mitarbeiter konnten wir die Bedenken schnell entkräften.“

Zum Tag der offenen Tür sollten den Bürgern die Fluchtgründe und -erfahrungen der Unterkunftsbewohner nahegebracht werden. Sie konnten sich auch über die verschiedenen Herkunftsländer und Kulturen informieren. Bei einem gemeinsamen Essen gab es Gelegenheit für Gespräche. Der Tag hat maßgeblich dazu beigetragen, Vorurteile im Ort abzubauen.