Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung
Die Verschuldung der privaten Haushalte in Deutschland und Thüringen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Auch viele Jugendliche sind durch z. B. teure Handyrechnungen bereits tief in den roten Zahlen.
Wege aus der Schuldenfalle zeigen die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen der AWO Thüringen.
Für wen sind Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen da?
Schuldnerberatung kümmert sich um Menschen, die ver- und/ oder überschuldet oder von Ver- /Überschuldung bedroht sind.
Was tun Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen?
Am Anfang steht ein Beratungsgespräch. Die Ratsuchenden erhalten Auskünfte, die ihnen bei der Regelung ihrer finanziellen Verhältnisse helfen. Die Einrichtungen finden Wege, Ausgaben zu verringern und Einnahmen zu erhöhen. Die BeraterInnen erstellen einen Haushaltsplan, der helfen soll, dass zur Verfügung stehende Geld besser einzuteilen. Auf Wunsch nehmen die BeraterInnen Kontakte zu den Gläubigern auf. Sie treffen Vereinbarungen zu Stundungen, Ratenzahlungen und Vergleichen.
Was ist ein Verbraucherinsolvenzverfahren?
Das Verfahren ist eine Möglichkeit zur Entschuldung von Privatpersonen. Die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen informieren über das Verfahren. Sie stellen die Bescheinigung über das Scheitern der außergerichtlichen Einigung im Rahmen des Insolvenzverfahrens aus und erarbeiten gemeinsam mit den Ratsuchenden den Antrag auf Verbraucherinsolvenzverfahren.
Was kostet die Beratung?
Für die Ratsuchenden ist die Beratung in den AWO Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen kostenlos. Achtung! Es gibt viele „schwarze Schafe”, unter den Berantungsstellen, die Ratsuchende mit falschen Versprechungen und überhöhten Gebühren nur noch tiefer in die Schuldenfalle treiben.
Gibt es Wartefristen?
Leider ja. Der Andrang in den Beratungsstellen ist so groß, dass es zu Wartezeiten kommen kann. Rechtzeitig Termine zu vereinbaren ist deshalb unumgänglich.





