Saniertes Herrenhaus wurde offiziell eröffnet

Ein bauliches Kleinod hat eine neue Bestimmung. Am 3. September wurde das sanierte „Herrenhaus“ in Hainichen offiziell als Hausgemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen eröffnet.

In Zukunft werden hier 25 Senioren leben. Die ersten neuen Bewohner sind bereits eingezogen. Ungefähr ein Jahr wurde an dem Projekt gebaut.

„Wir sind sehr froh, dass wir dieses Projekt in Hainichen verwirklichen konnten“, sagt AWO Geschäftsführer Michael Hack. „Einerseits konnten wir so unser Angebot für die älteren Bürger in der Region ausbauen und anderseits auch ein Haus mit langer Geschichte und Tradition vor dem Verfall retten.“ Auf wunderbare Weise seien die Ansprüche moderner Altenpflege und der Denkmalpflege verknüpft worden. „Ich denke das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.“ 

Im „Herrenhaus“ leben die zukünftigen Bewohner in ihren eigenen kleinen Appartements, die sich um einen gemeinsamen Wohnbereich gliedern. Gemeinsam wird gekocht, gebacken, gearbeitet und der Tag strukturiert. Therapie und Betreuung finden direkt vor Ort statt. Sogenannte Präsenzkräfte sind ständig anwesend. „Die demenzkranken Senioren haben so einen festen Tagesablauf“, erklärt Regionalleiter Lutz Dittel. „Sie fühlen sich aufgehoben und sicher.“ 

Schon früher diente das Herrenhaus als Altenheim. Vor der Wende lebten allerdings 70 Senioren in dem Haus. 1994 wurde die Einrichtung dann von der AWO übernommen. Vier Jahre später wurde mit dem Neubau des heutigen Pflegeheimes begonnen, das 1999 eingeweiht wurde. Seitdem stand das Herrenhaus leer. Die Sanierung hat rund zwei Millionen Euro gekostet. Davon wurden 400.000 Euro von der ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ gefördert.

Zum Festakt am 3. September erschienen zahlreiche Gäste. Darunter Staatssekretär Dr. Hartmut Schubert, der Gößnitzer Bürgermeister Wolfgang Scholz und der Ehrenvorsitzende der AWO im Altenburger Land, Gerhard Dittel.




 
 

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