Thüringer Wohlfahrtsverbände fordern weitere Finanzierung der Umschulung zum Altenpfleger
Die Thüringer Wohlfahrtsverbände fordern eine weitere Finanzierung der Umschulung zum Altenpfleger durch die Arbeitsagenturen. „Wenn die Bundesregierung hier nicht tätig wird, muss die Landesregierung einspringen“, sagt der AWO Landesgeschäftsführer und Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V., Ulf Grießmann. Thüringen könnte damit dem Beispiel der Bundesländer Niedersachsen und Hessen folgen. Auch Modellprojekten des Landes, um Langzeitarbeitslose zu fördern und zu einer Ausbildung in der Pflege zu bringen, stünde die LIGA offen gegenüber.
Im Freistaat bestehe ein großer Bedarf an Pflegefachkräften, der nicht allein über die Erstausbildung gedeckt werden könne. Im Moment gebe es nach Schätzungen der Thüringer Wohlfahrtsverbände deutlich mehr als 100 freie Fachkraftstellen, die in den Thüringer Pflegeheimen oder in ambulanten Diensten besetzt werden könnten. Die Umschulung habe sich dabei in den letzten Jahren klar bewährt. Umschüler überlegen sich den Schritt in die Altenpflege in der Regel sehr gut und bleiben nach ihrer Ausbildung meistens auch in Thüringen.
Das Gesetz, das eine vollständige Finanzierung der Umschulung zum Altenpfleger ermöglichte, wurde durch die Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpaketes II erlassen. Zum Jahreswechsel ist es jedoch ausgelaufen. Seitdem muss zumindest das dritte Ausbildungsjahr allein von den Azubis oder den Trägern finanziert werden. Die LIGA befürchtet, dass die Zahl der Umschüler dadurch dramatisch sinken wird.






