LIGA zum Frauentag:

Weibliche Mitarbeiter sind wesentliche Stütze der Sozialwirtschaft

Die Thüringer Wohlfahrtsverbände haben anlässlich des Internationalen Frauentages mehr Anerkennung für die Leistungen von Frauen in sozialen Berufen gefordert. „In Thüringen arbeiten rund 50.000 Frauen in sozialen Berufen“, sagt Ulf Grießmann, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V. Damit sind rund 80 Prozent aller Mitarbeiter in der Thüringer Sozialwirtschaft weiblich.

Sie seien in Beratungsstellen, Kindergärten, Angeboten der Behindertenhilfe oder der Seniorenbetreuung tätig und arbeiten durchaus oft in verantwortungsvollen Positionen, die eine hohe Fachlichkeit und Qualifikation voraussetzen. „Die Leiterin eines mittelgroßen Pflegeheimes zum Beispiel ist direkt verantwortlich für 40 bis 50 Mitarbeiter und 65 bis 70 Senioren“, erklärt Grießmann. „und damit durchaus vergleichbar mit der Managerin eines mittelständischen Unternehmens.“ Die derzeit häufig diskutierte Frauenquote für Führungspositionen sei in der Sozialbranche deshalb längst mehr als erfüllt.

Trotzdem plagen die sozialen Unternehmen in Thüringen enorme Nachwuchssorgen im Bereich der Fach- und Führungskräfte. „Wir müssen deshalb die Attraktivität sozialer Berufe erhöhen“, sagt Grießmann. „Die Leistungen und Anforderungen die soziale Berufe mit sich bringen, werden oft nur ungenügend gewürdigt und vergleichsweise schlecht bezahlt.“ Insbesondere an der Altenpflege sei das gut zu sehen. Deshalb wollen die Thüringer Wohlfahrtsverbände in den kommenden Monaten verstärkt für soziale Berufe werben, sich aber auch bei den jeweiligen Kostenträgern für eine bessere Entlohnung einsetzen.

 
 

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