Bundesweite „Aktionswoche der Schuldnerberatungsstellen“

AWO fordert Sicherung der öffentlichen Finanzierung

Die AWO Thüringen fordert eine gesicherte Finanzierung der Schuldnerberatung in Thüringen. „Trotz der schwierigen Haushalte des Landes und der Landkreise brauchen die Beratungsstellen das Signal, dass sie ihre Arbeit auch in Zukunft fortsetzen können“, sagt AWO Landesgeschäftsführer und LIGA-Vorsitzender Ulf Grießmann anlässlich der bundesweiten Aktionswoche der Schuldnerberatungsstellen in Deutschland. Schon heute betrage die Wartezeit auf einen Termin in den meisten Beratungsstellen drei Monate. „Das ist grenzwertig, ein weiteres Ausdünnen des Netzes an Beratern und Beratungsstellen ist deshalb nicht möglich.“ 

„Schuldnerberatung muss außerdem ein kostenfreies Angebot bleiben“, sagt Grießmann. Die Idee, die Betroffenen einkommensgestaffelt für die Beratung bezahlen zu lassen, die immer mal wieder durch verschiedene Gremien, Ministerien und Behörden geistert, lehnt die AWO ab. „Das führt nur dazu, dass Leute, die finanziell schon am Ende sind, auf die Beratung verzichten und dadurch nur tiefer in den Schuldenstrudel geraten. Kontokündigungen, die Abschaltung des Stromes oder Obdachlosigkeit könnten dann die Folgen sein. „Am Ende kämen viel höhere Kosten auf die Gesellschaft zu“, so Grießmann.

Die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen der AWO werden in der Aktionswoche verschiedenste Aktionen durchführen, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen und Ratsuchenden die Möglichkeit zu geben, sich unkompliziert erste Informationen zu besorgen. Initiator der bundesweite „Aktionswoche der Schuldnerberatungsstellen - Finanzierung der Schuldnerberatung“ ist die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV).

Aktuell arbeiten sieben Schuldner- und Verbraucheinsolvenzberatungsstellen unter dem Dach der AWO Thüringen.

 
 

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