AWO zum landesweiten Aktionstag Thüringenjahr:
Das Freiwillige Soziale Jahr und das Thüringenjahr ist ein Erfolgskonzept. Das sagt AWO Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann anlässlich des landesweiten Aktionstages zum Thüringenjahr, an dem sich auch die AWO an verschiedenen Standorten beteiligt.
Für Wohlfahrtsverbände und soziale Einrichtungen habe das FSJ inzwischen eine größere Bedeutung als der Zivildienst. So waren zum Beispiel bei der AWO Thüringen in den letzten Jahren nur noch knapp 40 Zivildienstleistende beschäftigt, aber rund 130 FSJler. Hauptgrund sei die verkürzte Dienstzeit des Zivildienstes vor dessen Wegfallen und die oft höhere Motivation der FSJler: „Das Jahr ist vollkommen freiwillig und kein Pflichtdienst, wie der Zivildienst es war“, erklärt Grießmann. „Diejenigen, die sich für ein FSJ entscheiden, tun dies in der Regel, um sich selbst auszuprobieren oder in Vorgriff auf ein Studium oder eine Ausbildung im sozialen Bereich.“ Im Zuge des Fachkräftemangels in der Sozialwirtschaft, sei es deshalb wichtig, das FSJ weiter zu stärken.
Unter diesem Gesichtspunkt begrüßt die AWO auch den neuen Bundesfreiwilligendienst als Ersatz für den weggefallenen Zivildienst. „Es darf jedoch nicht zu doppelten Verwaltungsstrukturen und einer gegenseitigen Verdrängung mit dem FSJ kommen“, sagt Grießmann. „Hier sind viele Regelungen noch unklar.“ Auch müsse es verhindert werden, dass zum Beispiel Langzeitarbeitslose dazu gedrängt werden, in den Freiwilligendienst zu gehen, um Arbeitslosenstatistiken zu verbessern. Diese Gefahr sei im Moment durchaus gegeben und würde das Anliegen und das Ansehen jeglicher Freiwilligendienste völlig untergraben.






