AWO testet Roboterrobbe „PARO“ im Pflegeheim
Zwei Mitarbeiterinnen wurden dafür extra geschult und probieren die Robbe „Paro“ nun mehrere Wochen lang im Alltag des Pflegeheimes aus. „Paro“ sieht aus wie eine junge Schneerobbe. Unter dem kuscheligen weißen Fell steckt allerdings jede Menge Computertechnologie, zahlreiche Sensoren und Mikrofone. Die Robbe reagiert auf Streicheleinheiten, bewegt sich, fiept und erkennt wo das Gegenüber sich befindet.
Entwickelt wurde „Paro“ in Japan und wird dort bereits seit einigen Jahren erfolgreich in der Altenpflege eingesetzt. Über Dänemark und die Niederlande kam die Robbe nach Europa. Nach Angaben des Vertreibers sind in Deutschland derzeit zehn Paro-Robben im Einsatz. Der Preis für eine Robbe liege bei rund 5.000 Euro.
„Anfangs waren wir sehr skeptisch“, sagt Karen Wetzlich, Leiterin der Therapie des AWO Seniorenpflegeheimes, die im Umgang mit „Paro“ geschult wurde. „Inzwischen sind wir aber sehr angetan, von dem was die Robbe leisten kann.“ Denn „Paro“ soll die menschliche Betreuung keinesfalls ersetzen. Die Bewohner werden nie mit dem Therapieroboter allein gelassen. Das Hightech-Kuscheltier dient stattdessen als Türöffner für eine Kommunikation mit Senioren, die sonst kaum noch auf Reize reagieren. Gerade bei ängstlichen oder aggressiven Bewohnern kann die Robbe eine wertvolle Hilfe sein und folgt damit den Ansätzen einer tiergestützten Therapie, die in vielen AWO Pflegeheimen bereits erfolgreich eingesetzt wird. Im Gegensatz zu Hunden, Katzen oder Kaninchen hätte der Roboter aber den Vorteil immer verfügbar zu sein, auf „Knopfdruck“ zu reagieren und keinen zusätzlichen Aufwand zu machen.
Die AWO prüft nun, ob und inwieweit ein längerer und flächendeckender Einsatz von der „Paro“ in den 26 Pflegeheimen der AWO AJS gGmbH möglich ist.
Mehr Informationen und Bilder zu Paro finden Sie im Internet unter www.beziehungen-pflegen.de.





