AWO fordert bessere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
„Wir können nicht auf gute Mathematiker, Ingenieure oder Krankenschwestern verzichten, weil sie keinen deutschen Abschluss haben“, sagt AWO Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann. Außerdem sei Arbeit ein wichtiger Schlüssel zu einer gelungenen Integration von Migranten. „Vielleicht sogar der Entscheidende.“
Die AWO Thüringen arbeitet seit Jahren gemeinsam mit dem Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement daran, Ausländer beruflich besser in Thüringen zu integrieren. „Verbal stoßen wir dabei überall auf Zustimmung in der Politik und in den zuständigen Behörden“, sagt Grießmann. „Die Realitäten denen Migranten vor allem in Arbeitsämtern und ARGEN ausgesetzt sind, sind dagegen andere.“ Vor allem in den letzten Wochen sei zwar in den Medien und der Politik viel über das Thema diskutiert worden. „Wir haben aber noch keine Rückmeldungen, dass sich in der Praxis irgendetwas verändert hat.“ Die Landesregierung müsse deshalb dafür Sorge tragen, dass die Hürden für ausländische Fachkräfte schnell sinken.
Über das Projekt „to arrange - Flüchtlinge in Arbeit“ bauen die AWO und das IBS ein arbeitsmarktrelevantes Beratungsnetzwerk für Migranten aufgebaut. Dabei werden gemeinsam Bewerbungsstrategien erarbeitet, die den beruflichen Kompetenzen der Migranten entsprechen. Das Projekt arbeitet dabei eng mit Migrationsberatungen, Unternehmen und verschiedenen Behörden zusammen. Gefördert wird „to arrange“ über Mittel des Europäischen Sozialfonds, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und über Landesmittel des Freistaats Thüringen.
Mehr Informationen: www.ibs-thueringen.de





