25. Jahrestag des Flüchtlings
In Thüringen leben nach Angaben der Bundesregierung derzeit 1.160 geduldete Flüchtlinge. Davon warten 513 schon länger als sechs Jahre auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung.
Geduldete Flüchtlinge dürfen in Deutschland weder arbeiten, noch eine Ausbildung beginnen und sind damit völlig von staatlichen Transferleistungen abhängig. Die Residenzpflicht verhindert zudem, dass sich die Flüchtlinge frei in Thüringen bewegen können. „Wenn wir wollen, dass sich Migranten in unsere Gesellschaft integrieren, müssen wir ihnen auch die Möglichkeit dazu geben“, sagt AWO Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann. „Dazu gehören Arbeit und die Freiheitsrechte, die wir jedem Bürger zugestehen.“ Anlässlich des heutigen „25. Tags des Flüchtlings“ fordert die AWO deshalb eine Neuregelung des Bleiberechts. „Wir können es uns aus humanitären und auch aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht leisten, Menschen jahrelang zur Passivität zu verurteilen“, sagt Grießmann.
Die AWO arbeitet seit zwei Jahren an dem Projekt „to arrange“ mit, das sich darum bemüht, Flüchtlinge auf den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dazu werden zum Beispiel Sprachkurse angeboten und gemeinsam Bewerbungen erarbeitet. Außerdem arbeiten die Projektmitarbeiter daran, dass ausländische Abschlüsse und Qualifikationen auch in Deutschland besser anerkannt werden.






